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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Auf dem Weg zum Cup.


Barbara
23.06.2010, 17:38
sooooo.... ich hoffe ihr seit nicht all zu enttäuscht weil die andere so schnell zuende ging und ich kann euch auch hiermit überzeugen, würde mich auf jeden Fall freuen! Die einzelnen Abschnitte, stehen für ein Kapitel und sind somit einzeln zu sehen. Nicht das hier irgendwer durcheinander kommt..oder so. Dann viel Spaß! (: Die erste Szene ist nicht gleich das erste Kapitel (; Dies ist der Prolog! Ich hoffe ich verwirr euch nicht soo..sehr. Und ihr gebt dieser Story eine Chance (:


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Ein Jahr später…

Give me freedom
give me fire,
give me reason,
take me higher

See the champions
take the field now,
you define us,
make us feel proud

„Herr Jäger, ich bitte Sie. Der Fall hat oberste Priorität“, hauchte die Krüger leise und lehnte sich leicht zu ihrem Mitarbeiter vor. Ben zog leicht die Augenbrauen hoch. „Sie werden im Juni dieses Jahres nach Südafrika fliegen. Als Schutz unserer Nationalmannschaft“, gab sie immer noch leise bekannt und lehnte sich wieder zurück. Die Augen des Hauptkommissars wurden groß. So etwas hatte er nicht erwartet.

„Semir, nun komm schon!“, maulte Ben leise und trottete hinter den Fitnesstrainern hinterher. „Ich möchte mir nicht noch mal wegen dir so ‚ne Standpauke abholen müssen!“, meckerte er leicht und trat einen Stein zur Seite. „Sei froh, dass ich überhaupt bei dir bin! War gar nicht so einfach die türkischen Kollegen von einer Mitarbeit mit dir zu überzeugen, anscheinend kannten sie dich“, konterte er und wich einen Schlag seines Freundes aus.

„Du hättest mal die Krüger sehen sollen als wir diesen Einsatz bekamen, ich sage dir Terror ist nichts dagegen! Die hat eine Staatsaffäre daraus gemacht. Dennoch wurde nur ich von ihr eingeweiht“, berichtete er stolz und drehte sich leicht zu seinem Kollegen um. Semir verdrehte leicht die Augen und grinste ihn an. „Du hättest sie auch sehen sollen, als ich sagte ich wolle mit dir zusammen arbeiten! Da hat sie große Augen gemacht“, plauderte Ben munter weiter und wurde von seinem besten Freund gemustert. Sein Kollege trug ein DFB-Shirt, dazu die passende Hose und die Adidas-Schuhe. Wenn er nicht wissen würde, dass er bei der deutschen Polizei arbeitete, er würde ihn wirklich zum Trainer- und Fitnessstab zählen.

„Kumpel, du stellst dich ja richtig gut an! Vielleicht lernen die Spieler ja wirklich etwas von dir!“, lobte Ben leise und verkniff sich ein Lachen. Semir brummte nur und stellte die Hütchen wieder auf. „Das nächste Mal, bist du der Dumme, der die Drecksarbeit macht“, fauchte er und ging zurück zu den Trainern.

„Michaela und Anne warten auf dich Ben, ich glaube sie sind ganz schön sauer auf dich!“, gab Flick leise bekannt und verzog sich wieder. Der jüngere Kollege zog nur erstaunt die Augenbrauen hoch und folgte dem lauten Stimmengewirr im Gemeinschaftsraum. Dort wo er die beiden Frauen vermutete.

„Sven, kann man sich nicht einmal auf dich verlassen?“, fauchte Christian und schüttelte mit dem Kopf. „Letztes Jahr ist das mit Susanne schief gegangen, jetzt ist sie schwanger von dem Dreckskerl. Dann mach diese Aktion wenigstens richtig!“.

„Wie geht’s Herrn Löw?“, fragte Ben leise und sah den Pressesprecher abwartend an. Der grummelte leise bevor er zum reden ansetzte: „Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Der Typ ist auch wie ein Irrer auf ihn zugefahren! Das hätten sie mal sehen sollen. Was sollen wir denn machen? Es dauert nicht mehr lange, dann ist auch Hans-Dieter dran, und dann?“. Allerdings wusste Ben leider auch darauf keine Antwort.

„Hast du schon etwas von Jasmin oder Hanna gehört?“, murmelte Semir leise und zog Ben ziemlich nah zu sich. „So engen Körperkontakt will ich nicht“, brachte diese nur mühsam hervor und bekam von Semir eine Kopfnuss. „Aua“, beleidigt verschränkte der jüngere seine Arme und sah den älteren abwartend an. „Also?“ „Sie sind verschwunden! Ich habe nichts von ihnen gehört, seit vorgestern. Obwohl Manuela gesagt hat, das sie mit Herrn Flick in einem Zimmer verschwunden sind. Was sie da gemacht haben? Keine Ahnung Semir!“

„Schatz, bald bin ich wieder bei dir“, hauchte Ben leise und umklammerte sein Handy. Er genoss die Gespräche mit seiner Freundin. Sie gaben ihm Kraft und Rückhalt für das bevorstehende. „Es ist unheimlich hier, es verschwinden immer mehr Menschen vom Trainerstab. Wenn es so weiter geht… müssen wir die Teilnahme absagen!“, stieß er leise aus und schloss kurz seine Augen. Das war der absolute Alptraum.

„Ich würde sagen, wenn Deutschland ausscheidet. Gewinnt die Türkei“, sagte Semir mit einem leichten Grinsen und versuchte Ben aufzumuntern. Dieser stand außer Atem an der Hauswand des Trainingsquartiers und sah ihn giftig an. „Das könnte dir so passen“, fauchte er und trat den Rückweg an.
„Erst war ich ja froh, als du mich angerufen hast. Mittlerweile bereue ich es“, giftete Semir leise und drückte sich an die Wand. Die Waffe im Anschlag. „Sei bloß ruhig, wegen dir, werden wir gejagt wie die Irren!“, fauchte Ben und trat einen kurzen Schritt vor.

„Jungs, es ist…“, Hansi Flick rang nach Fassung. Ben stand etwas konfus neben ihm und kratzte sich am Kopf. Langsam wurde es richtig unheimlich. Wieder war ein Fitnesstrainer verschwunden. Der Bundestrainer lag immer noch im Krankenhaus. „Wir geben nicht auf!“, kam es von der Mannschaft zurück, die bereits erahnte was er sagen würde. Er schenkte ihnen ein knappes Lächeln.

„Ta da“, grinste Susanne und trat einen Schritt auf Ben zu. Dessen Augen waren groß geworden, er stand stocksteif vor ihr. „Freust du dich denn gar nicht?“, murmelte sie leise und senkte die Arme wieder. Sie hatte gehofft ihn mit ihrer Anwesenheit ablenken zu können. „Doch klar“, stotterte er leise und nahm sie zaghaft in die Arme.

„Ich liebe euch“, murmelte Ben leise und gab seiner schwangeren Freundin einen sanften Kuss. Diese fuhr ihn leicht mit der Hand durch sein Haar und versuchte ihm Mut zu machen. „Wenn du das nicht schaffst, wer dann?“, er lächelte knapp und zog sie zu sich runter. Es wurde eine lange Nacht.

„Wer war das?“, stotterte Semir und stützte sich an einem Holzzaun. Ben senkte kurz seinen Blick und sah seinen Kollegen an. Die Farbe war aus seinem Gesicht gewichen, er war leichenblass. „Mahler“, hauchte er zart und leise und lehnte sich an Susanne.



[fertiggestellt: 27.o5.2o1o]

Barbara
26.06.2010, 23:06
Danke für eure Feeds! Ein paar Verwirrungen war schon okay (; Jetzt gehts los! :D

Januar 2010
Donnerstagabend, 21:46 Uhr, 2°C


„Schatz, halt die Klappe!“, zischte Susanne leise und legte beide Arme um den Hauptkommissar. „Eh“, grinste er und zog sie ganz nah an sich heran. „Ich bin halt nervös, ich hab ihn ein ganzes Jahr lang nicht gesehen und jetzt kommt er einfach mal so wieder nach Köln um mich zu besuchen. Ich gestehe, ich bin leicht nervös“ „leicht ist aber untertrieben Ben. Du bist tierisch nervös“, konterte die Sekretärin und gute Seele der Dienststelle und drückte ihm zur Beruhigung einen Kuss auf die Lippen. „Jetzt beruhig dich mal“, setzte sie hinzu und löste sich wieder leicht von ihm. „Das sagst du so leicht!“, murmelte er und drehte sich beleidigt von ihr weg. „Schatz, komm du bist doch sonst nicht so!“, grinste Susanne und näherte sich ihm mit ganz kleinen Schritten. Er war etwas vorgegangen um Ausschau nach Semir zu halten. „Ich find das immer noch eine Scheiß Idee, das sie ausgerechnet in die Türkei ziehen mussten. Du weißt genau wie Andrea darunter leidet!“, wiederholte er nochmal und hoffte wirklich mit Semir wieder ins Reine zu kommen. Das stimmte, sie führte oft Gespräche mit der Freundin und wusste wie sehr diese darunter litt. „Vielleicht kannst du ja wirklich etwas erreichen“, seufzte sie nur und stellte sich wieder neben ihn. „Der Flieger landet erst um 22 Uhr Ben, er kann noch gar nicht da sein!“.

„Vielleicht sind sie ja doch eher losgeflogen als geplant, man weiß ja nie“, brachte Ben nur hervor und schielte auf die Ausgänge. „Dann hätte das da gestanden“, beharrte Susanne leise und strich langsam über ihren Bauch. Sie hatte einen gewissen Verdacht, wollte diesen aber erst noch abklären lassen, bevor sie diesen gegenüber Ben äußerte. Er hatte Momentan genug Stress mit seinem Kollegen. „Wie hast du das eigentlich mit diesem Hilbert geklärt?“ „Gar nicht, ich muss Morgen früh arbeiten. Der Sack macht wohl anscheinend für die Krüger gute Arbeit und hat wohl ein freies Wochenende verdient“, knurrte der junge Polizist nur und lehnte sich an einen Eisenpfahl. „Ich werde schon was Schönes für Semir und mich finden“ „Ja, macht euch einen schönen Vormittag“, kam es gedehnt von ihm zurück. Susanne lächelte leicht und dachte an die vergangenen Monate.

„Hat Andrea noch irgendwas gesagt Schatz?“, fragte Ben, nachdem er sich nochmals vergewissert hatte, dass niemand gelandet war. „Nur, das Semir gerne wieder zurück würde, aber es sich gegenüber seiner Mutter nicht traut zu sagen“, seufzte sie leise und lehnte sich leicht an den Kommissar. „Hat er nicht sogar die Staatsangehörigkeit geändert?“ „Ja, er ist Türke. Nur wegen seiner Mutter“, lächelte er leicht und schlang seine Arme um ihre Taille. „Will er denn Türke sein?“ „Das weiß ich nicht, ich bin überhaupt froh, dass wir miteinander reden und darüber geredet haben. Teilweise kann ich ihn jetzt auch verstehen, aber es braucht noch viel Zeit bis es wie früher wird“, hauchte er leise und gab ihr einen sanften Kuss auf die Stirn. Sie schloss leicht ihre Augen und genoss diesen winzigen Augenblick, auch wenn dieser nur an einem Flughafen war.

Semir sah etwas abgehetzt auf seine Uhr und seufzte. Er mochte endlich landen, fürs Fliegen war er ja noch nie gewesen und es war auch schon wieder ein Jahr her, als er Deutschland verlassen hatte. Er selbst wunderte sich noch immer, wie einfach und schnell das gegangen war. Aber wenn er jetzt so zurück blickte, er bereute seine Tat. Andrea hatte sich immer noch nicht damit abgefunden, ebenso wenig wie Aida, die ihren Patenonkel schrecklich vermisste. Immer wieder hatte er sie trösten und in den Arm nehmen müssen. Es zerbrach ihm ja fast selber das Herz, aber damals fand er wirklich keinen Ausweg. Nicht, dass er keinen neuen Job bekommen hatte. Nein, es war das Gefühl irgendwie nicht akzeptiert zu werden. Wie es wohl Ben ergangen war? Im Nachhinein hatten sie in diesem Jahr nicht viel miteinander geredet, nein, also eigentlich fast Garnichts. Alles war über Andrea und Susanne gelaufen, die beiden hatten sich immer wieder ermutigt nicht aufzugeben und positiv zu denken. Irgendwann würde es wieder besser werden. Aber sollte er daran glauben? Der erste Schritt war getan, er saß in den Flieger nach Deutschland. Um Susanne zu sehen und vor allem wieder auf Ben zu treffen.

„Ben, positiv denken!“, ermahnte Susanne ihren Freund leise und küsste ihn sanft auf den Mund. Dieser presste seine Lippen zusammen und sah auf den Boden. „Hey Schatz“, murmelte sie leise und nahm sein Gesicht in ihre Hände. „Das wird schon werden. Du wirst sehen, bald wirst du auch wieder mit Semir lachen können! Du musst nur fest daran glauben, außerdem wirst du Aida auch mal wieder sehen. Ich habe gehört, sie redet fast jeden Tag nur noch von dir! Kämpfe darum Ben! Kämpfe darum, dass alles wieder wie früher wird! Hörst du?“, murmelte sie leise in sein Ohr und er lächelte leicht. Sie hatte ja so recht! Er wollte ja auch darum kämpfen, er vermisste sein Patenkind auch sehr. Genauso wie er eigentlich Semir vermisste, aber besonders Andrea! Die arme litt dahinten und konnte einfach nichts tun. Sie hatte keine neuen Freunde gefunden, war auch nicht akzeptiert in der Gesellschafft und wollte so gut wie nur noch nach Hause. Aber dafür war Semir wohl noch nicht bereit. Oder er wollte es einfach nicht. Er wusste es ja nicht. „Du hast recht, ich werde nicht aufgeben. Es ist ja schon, ich bin ehrlich gesagt froh das Semir kommt!“, hauchte er leise und zog die Sekretärin nahe zu sich heran. „Das will ich auch gehofft haben mein Lieber, sonst…“, grinste sie und hob leicht ihren Zeigefinger an. „Du willst mir drohen?“ „Na klar, wenn du nicht das tust was für dich richtig ist, dann gibt’s was auf die Ohren“, grinste sie nur zurück und wich einen Schlag von ihm aus. „Du bist echt doof!“ „ich weiß“


[fertiggestellt: 26.o6.2o1o]

Barbara
29.06.2010, 20:09
Dankeschön! Den nächsten Teil gibts frühestens nach meinem Schulabschluss am o2.o7!

„Ben, jetzt bleib doch mal ruhig!“, fauchte Susanne leise die langsam die Nerven verlor. Ihr Freund wandte den Blick nun gar nicht mehr vom Ausgang ab und hörte auch nicht mehr. „Was denn?“ „Der Flieger ist im Landeanflug, da kann er wohl kaum in den nächsten 2 Minuten da raus kommen!“ „Wie“, verdutzt drehte er sich nun doch zu ihr um und musste grinsen über seine eigene Dummheit. „Schatz, tut mir leid. Aber ich bin so aufgeregt!“, seufzte er leise und nahm sie in seine Arme. „So ist schon besser, in ein paar Minuten wird er schon wieder vor dir stehen und du wirst merken, viel hat sich nicht verändert!“, hauchte sie ihm leise ins Ohr und drückte ihm einen sanften Kuss auf. „Ich hoffe so sehr das du recht hast Süße“, kam es leise von ihm zurück. Sie nickte nur sanft und lehnte sich an ihn.

Semir seufzte etwas und schnallte sich losgelöst ab. Endlich war er gelandet, endlich wieder festen Boden unter den Füßen. Wie er das Fliegen doch irgendwie hasste. Die ganzen Leute um ihn herum standen auf, suchten den Weg nach draußen. Die meisten waren Deutsche gewesen. Je näher er seinem Heimatland gekommen war, desto wohler und sicherer hatte er sich wieder gefühlt. Er wollte nicht mehr in Angst leben, die Türken in seiner Nachbarschaft mochten seine Familie nicht. Am liebsten hätten sie seine Familie schon lange vergrault. Aber davon ließen sie sich noch nicht unterbekommen. Aber er hoffte ja, irgendwann wieder nach Deutschland kommen zu können. Er hatte Andrea regelrecht abtrotzen müssen da zu bleiben, erst mal wollte er alleine mit Ben reden und wieder ins reine kommen.

„Jetzt könnte er doch mal ganz langsam kommen“, hauchte Ben leise und tippte leicht mit seinen Fingern gegen einen Pappaufsteller. „Hat er dir was getan?“ „Semir?“ „Nein, da wo du ‚drauf rum haust?“ „Ähm, nein“, grinste er leicht und ließ seine Hände sofort in den Hosentaschen verschwinden. „So ist schon besser, gefällt mir echt gut!“, bekam er nur zurück und schnappte sich Susanne sofort. „Meine Liebe, nicht so viel schimpfen mit mir!“, grinste er und küsste sei langatmig. „Wow“, entfuhr es ihr wenig später. „Merk dir das, so viel Liebe… vertrag ich an einem Tag nicht“, heuchelte er und wurde sofort von seiner Freundin geschnappt. „Du elender Schuft!“, zischte sie und drehte sich von ihm weg. „Ach Schatz“, murmelte er einige Sekunden später und nahm sie von hinten in den Arm. „Du glaubst doch wohl nicht dass ich darauf reinfalle?“, hauchte sie leise und drehte sachte ihren Kopf zu ihm um. „Aber vielleicht darauf“, entgegnete er und küsste sie abermals sanft.

„Was ist das denn?“, murmelte Semir leise als er endlich aus dem Terminal kam um Susanne und Ben zu suchen. Mittlerweile war es 22.20 und er war es endlich leid. „Die sind immer noch zwei Turteltauben und gebessert haben sie sich auch nicht“, grinste er leicht und zog seinen Koffer weiter hinter sich her. „Hey ihr Turteltäubchen! Ich bin da“, grinste er und drehte sich einmal im Kreis. „Semir!“, auf Susannes Gesicht breitete sich ein Lächeln aus und sie befreite sich aus Bens Armen. Kam langsam auf ihn zu. „Schön dich wieder zu sehen“, hauchte sie leise, nahm sein Gesicht in ihre Hände und drückte ihn ganz fest an sich. „Wie ich dich vermisst habe! Der Kollege von Ben ist einfach schrecklich!“, brachte sie sofort hervor das er lachen musste. „so schlimm?“ „Ich weiß nicht, den Fall von damals haben sie immer noch nicht gelöst. Ed Acta“, setzte sie hinzu und wurde von ihm ein wenig weiter weg gezogen. Ben zog nur die Augenbrauen leicht hoch. Sagte aber nichts. Enttäuschung machte sich in ihm breit.

„Wirklich? Unüblich!“ „Findest du?“ „Ja, wir hatten den längsten Fall innerhalb 3 Monate aber spätestens gelöst!“, flüsterte er leise und sah zu Ben, der leicht geknickt wirkte. „Wie ist er so drauf?“ „Aufgeregt, angespannt, enttäuscht! Also hin zu ihm!“, hauchte sie leise zurück und schubste ihn in Bens Richtung. Er warf noch einen kurzen Blick zurück, ehe er auf seinen ehemaligen Freund zuging. „Hey Alter“, lächelte er leicht und ließ seine Tasche fallen. „Ich will gar nicht erst viel sagen, außer: Du fehlst mir!“, setzte er hinzu und nahm den Kölner in die Arme. Die Anspannung löste sich augenblicklich von seinen Schultern und nahm die ganze Last davon. „Wie lange ich das…“, Ben war überwältigt von seinen Gefühlen. „Glückwunsch zu Susanne!“, setzte Semir noch hinzu und brachte Ben völlig aus der Fassung. Ein Lächeln schlich sich auf seine Lippen. „Warum so… so nett? Semir!“, verblüfft wich Ben erschrockenen einige Schritte zurück. „Na, ich habe viel und lange nachgedacht in den letzten Tagen und Monaten. Du willst es mir nicht glauben, aber ich bin zu der Einsicht gekommen das du gar keine Schuld daran trägst!“. Sobald diese Worte ausgesprochen waren, war es mit Bens Fassung völlig geschehen. „Semir… wieso?“ „Ich brauchte jemanden an dem ich meinen Frust auslassen kann, zu der Zeit glaubte ich wirklich noch… du wärst Schuld. Aber wie denn? Vielleicht war mein Vater schon länger im Visier dieser Typen – dann wäre es so oder so gekommen. Ich… möchte wieder mit dir reden, lachen und tolle Tage verbringen können. Ich weiß, das Vertrauen muss erst wieder aufgebaut werden. Aber wir schaffen das, oder?“ „Ja, ja klar!“, entgegnete Ben und nahm den Freund in die Arme. „Wie ich das vermisst habe, ehrlich Ben!“, flüsterte Semir leise in sein Ohr und zog den Freund nah zu sich. Man merkte förmlich, dass sich der Freund verändert hatte. Er war nicht mehr auf Abenteuer aus, er war bodenständig geworden und Susanne treu. Das freute ihn vor allem, dass diese Liebe entstanden war und so zweifelslos hielt! Und die beiden verhielten sich so wie in den ersten Tagen in der frischen Liebe, so gar nicht wie ein altes Ehepaar wo bereits der triste Alltag eingekehrt war.


[fertiggestellt: 29.o6.2o1o]

Barbara
08.07.2010, 19:47
Überraschung! Ja, mich gibt es tatsächlich auch noch. Auch wenn es keiner geglaubt hätte (; Aber nach der Niederlage gestern, meinem Abschluss am vergangen Freitag musste ich mich erstmal wieder aufrappeln! Aber ich hoffe es hat irgendwie geklappt.

Natürlich würde ich auch gerne hören, ob ich die WM so ablaufen lassen soll, wie bisher passiert ist oder auch eingreifen darf. (;

Kurz: Ich freue mich über jedes Kommentar! :D


Am Abend saßen Susanne und Semir noch zusammen, während Ben bereits ins Bett gegangen war, weil er früh raus musste. Susanne lehnte sich leicht in ihrem Sofa zurück und betrachtete Semir nachdenklich. „Wie hast du dir das jetzt eigentlich vorgestellt?“ „Mein Flieger geht in 3 Wochen, so lange gehöre ich euch“, murmelte Semir etwas verschmitzt und prostete ihr zu. Sie kommentierte dies mit einem knappen Lächeln und tat dies ebenfalls. „Na, dann werde ich euch ein wenig näher bringen!“ „Ich hoffe es sehr Susanne, ich habe wirklich gemerkt wie schlimm ich war. Besonders Andrea hat mich dermaßen zu Recht gestutzt, das kannst du mir glauben!“, lächelte er leicht und stellte sein Glas wieder zurück auf den Tisch. „Ich kann es mir denken, wir haben ja oft miteinander telefoniert“ „Ah, deswegen diese heimlichen Frauengespräche. Ich habe nie etwas davon mitbekommen“, murmelte eher zu sich selber. Susanne lächelte leicht, ehe sie sich etwas vorbeugte um noch etwas nach zu gießen. „So ist das mein Lieber, aber Andrea war einfach zu enttäuscht. Das musst du verstehen“, gab sie noch leise zurück und sah ihn freundschaftlich an. „Aber du bist ein Mann, warum sollen Männer das verstehen?“ „Jetzt werd nicht frech! Ich war neben mir, das musste ich auch erst selbst rausfinden. Also bitte“, polterte er leicht und fing an zu grinsen. „Oh, entschuldigen Sie Hoheit, es tut mir leid dass ich mich im Ton vergriffen habe. Verzeihen sie mir?“, sie zwinkerte ihm einmal zu und dachte für einen kurzen Moment an Ben. Dieser war sauer gewesen, das er Morgen arbeiten musste. Aber was sollte er tun? Die Chefin war schon lange nicht mehr in guter Stimmung gewesen und hatte sie nicht zusammen in den Urlaub lassen gehen wollen. Das der Partner es nicht hinbekam, war die andere Sache.

Die Uhr zeigte bereits halb 12. Susanne hatte etwas die Beine hoch gelegt, Semir hatte es sich bequemer gemacht. „Seit wann wohnt ihr zusammen?“ „Seit fast einem Jahr“, hauchte sie leise und öffnete für einen kurzen Moment ihre Augen. „Schon so lange? Das war ja fast als wir gegangen sind“, murmelte er erstaunt und starrte aus dem Fenster. Die Sterne funkelten nur so um die Wette. „Ungefähr eine Woche danach, Ben wollte einfach nicht mehr alleine wohnen. Da haben wir gedacht, es wäre besser wenn ich zu ihm ziehe. Er hat ja von vornherein die größere Wohnung gehabt, also warum dann zu mir?“ „Ja, ne ist verständlich. Hätte ich glaube ich auch so gemacht“ „Ja, aber wir kommen ziemlich gut klar. Wir sind noch kein altes Ehepaar, wie du vielleicht denken könntest“, grinste sie dann nur und sah ihm direkt in die Augen. „Nein, das unterstell ich euch nicht! Ich hab ja gesehen wie ihr da rumgeflirtet habt. In der Öffentlichkeit, Pfui! Schämt ihr euch denn nicht?“ „Nö“, sprach sie schnell und streckte ihm ihre Zunge entgegen. „Das hast du nun davon“. „Na ja, aber was mich brennend interessiert. Wie hast du dich in Ben verliebt?“, genüsslich streckte er seine Zunge raus und verschränkte die Arme. „Du stellst fragen, das ist schon ziemlich lange her. Vielleicht, vor zwei Jahren?“, überlegte sie leise und verursachte das Semir einen leisen Pfiff ausstieß. „Ja, was denkst du denn?“ „Ja, keine Ahnung. Erzähl weiter!“ „Ich weiß nicht, es hat angefangen damit dass er immer öfter ins Krankenhaus kam. Weil ihr wieder irgendeinen Unsinn gemacht habt. Ach Semir..das kann man nicht beschrieben!“, murmelte sie nach ein paar weiteren Sekunden. Dieser streckte sich kurz und sah auf die Uhr. „Also ich habe noch drei Wochen Zeit, fang an!“, grinsend lehnte er sich wieder zurück und bekam einen leichten Schlag gegen den Oberarm. „Pass auf was du sagst mein Freundchen!“ „Ist ja schon gut“, wehrte er ab als sie mit einer Banane auf ihn zeigte. Lachend steckte sie diese wieder Weg und verfiel in stummes Überlegen.

„Also okay, ich habe angefangen ihn aus anderen Augen zu sehen. Mir vorzustellen, wie es wäre … und so weiter. Die Einzelheiten erspar ich dir lieber! Aber damals wusste ich genauso wie du, das er wechselhaft ist und noch auf Abenteuer aus war. Aber das hat sich zum Glück gelegt, Gott sei Dank muss ich sagen!“ „Ja“ „Also, ich weiß ja nicht wie und was bei Ben vorgegangen ist, aber auf Aida s Geburtstag im vorigen Jahr, da haben wir uns das erste Mal geküsst, aber da hatte ich immer noch so meine Zweifel, was wäre wenn… ich habe ihn dann einen Korb gegeben“, grinste sie leicht weil sie Semirs erstauntes Gesicht sah. „Ben Jäger hat wahrhaftig einen Korb bekommen?“ „Komm, hast du den in deiner Jugend nicht auch bekommen?“, missmutig brummte er leise. „Siehst du, nach diesen ganzen Turbolenzen sind wir allerdings zusammen gekommen“, endete sie leise weil es wirklich langsam spät wurde. „Schön, das alles habe ich verpasst“, murmelte er anerkennend und stand auf um ihr einen Kuss auf die Wange zu geben. „Ich bin froh, dass ihr euch gefunden habt. Ich hoffe eure Liebe hält euch zusammen und bricht nicht auseinander. Das wäre zu schade! Ich bin so froh, dass es euch gibt!“, hauchte er dann leise in ihr Ohr und drückte sie kurz darauf. Das war wirklich das mindeste was er tun konnte um seine Zuneigung zu zeigen.

„Gute Nacht“, murmelte sie wenige Sekunden später zu Semir und stieg die Treppen empor. Sie wollte nicht allzu viel Lärm machen, sie wusste doch das Ben bereits in 4 Stunden wieder aufstand. Ach Semir hatte so vieles verpasst. Ben hatte fast eine komplette Wandlung hinter sich. Er stand früher und passend auf, trank schnell einen Kaffee und fuhr so schnell es ging ins Büro. Sie war schon etwas stolz auf ihn, aber sagen würde sie es nie. Dann würde er sich wieder irgendwas denken. Lächelnd schob sie die Tür leise auf und entkleidete sich schnell, schlüpfte in ihre Schlafklamotten und kletterte langsam ins Bett. Mit einem kurzen Blick sah sie genau, das Ben den Wecker gestellt hatte: 4:55. Er brauchte einfach die fünf Minuten um richtig wach zu werden. Schnell drückte sie ihm noch einen Kuss auf die Lippen, kuschelte sich nah an ihn heran und schlief kurz darauf ein.

[fertiggestellt: o8.o7.2o1o]

Barbara
20.07.2010, 20:07
Ankündigung: Aufgrund der Ferien, der vergangenen WM, baldigem Ausbildungsstart mache ich einen Pause mit der FF bis zum 20. August. Je nach dem, wie der Schichtplan aussieht, werde ich alle 2 Tage reinposten, egal ob mit keinem, wenigen oder vielen Lesern. Sie wird auf jeden Fall zu Ende gebracht. Bis dahin! (;